Animationsvideo in Kompetenzerweiterung Spanisch F1: Erstsemester im Einsatz

Bericht über das semesterbegleitende Projekt im Rahmen von ProfiL²: Am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation haben Studierende unter der Leitung von Carmen García und Carmen Villalón ein Animationsvideo auf Spanisch erstellt. Für die künstlerische und technische Seite war die Medienkünstlerin Claudia Schmitz aus Berlin zuständig.

Die Rahmenbedingungen

IMG_3524Das Animationsvideo-Projekt im Rahmen von ProfiL² wurde mit den Studierenden des BA „Mehrsprachige Kommunikation“ und dem europäischen BA „Sprachen und Wirtschaft“ durchgeführt. Die Studierenden befanden sich im ersten Semester, und die Videos waren Teil der Leistung in dem Studienfach „Kompetenzerweiterung Spanisch als erste Fremdsprache“. Das gesamte Projekt wurde von der Medienkünstlerin Claudia Schmitz mitbetreut.

 

Die Anforderungen

Die Erstsemester hatten die Aufgabe, während des Wintersemesters ein kurzes Animationsvideo auf Spanisch zu erstellen. Die Aufgabenbearbeitung konnte relativ frei gestaltet werden, jedoch stellten wir einige Anforderungen: Gruppenarbeit (idealerweise 4 Studierende pro Video), Erzählung in der IMG_3525Vergangenheitsform (ca. 80% der Geschichte), 4 Stimmen pro Video (jede/r Teilnehmer/in musste im Video hörbar sein), Nutzung des Smartphones (bei allen Studierenden vorhanden). Claudia Schmitz gab dazu noch eine minimale und maximale Zeit vor (2,5 bis 5 Min. Dauer) und bat die Studierenden, zumindest ein Element des Videos selbst zu zeichnen.

 

Didaktische Ziele

Ein grammatikalischer Schwerpunkt der Veranstaltung im WS sind die vier Vergangenheitszeiten des Indikativs, die in der mündlichen und schriftlichen, formellen und informellen spanischen Sprache durchgehend benutzt werden. Die Geschichte im Video sollte in der Vergangenheit erzählt werden, damit die Teilnehmer Gelegenheit haben, die Formen in einem „dauernden“ Beitrag praktisch anzuwenden.

Das Projekt sollte auch die vier sprachlichen Hauptkompetenzen der Teilnehmer verstärken (Schreiben, Sprechen, Hören, Verstehen), jeweils praktisch eingebunden in die Konkretisierung des Projektes. Als Werkzeug für die Animationen wurde nur das Smartphone vorgeschlagen und dies aus zweierlei Gründen: Es betont den „Alltagscharakter“ und erleichtert jedem die technische Realisierung ohne Mehraufwand.

Andere, nicht unwichtige Nebenziele des Projektes waren: IMG_3522die Förderung der aktiven Gruppenarbeit sowie des selbständigen und kreativen Lernens; die Kombination der Sprachanwendung mit anderen Kapazitäten (z.B. Einbildungskraft, Originalität, Planung, Gestaltung…); die Freude an der Aufgabe und generell an dem Erlernen der Sprache.

Der Projekt-Ablauf

Drei Präsenzsitzungen fanden statt, und die Online-Beratung war jeder Zeit möglich:

  1. Eine gemeinsame Einführung für beide Gruppen, bei der die Aufgabe, Ziele und Anweisungen von den Dozentinnen erklärt wurden. Claudia Schmitz zeigte den Gruppen Videobeispiele, wies in die Funktionen einer kostenlosen App für das Trickfilmprogramm ein (stopmotionstudio), aber die Studentinnen und Studenten durften alternativ auch andere Programme oder Werkzeuge ihrer Wahl verwenden. Damit die Teilnehmer direkt ein Gefühl dafür bekommen konnten, startete sie eine Probeübung mit den Anwesenden.
  2. Eine Beratungsstunde (für jede Gruppe), die dazu diente, sich ein Bild vom Stand der Projekte zu machen und mögliche Probleme zu klären.
  3. In einer abschließenden gemeinsamen Sitzung reflektierten die Teilnehmer über den Verlauf des Projektes und stellten ihre Arbeiten den Kursteilnehmer*innen vor.

Die Ergebnisse

IMG_3521Die Studierenden waren von Anfang an sehr offen für das Projekt und haben sich sehr aktiv beteiligt. Die Aufgabeverteilung in den Gruppen hat – nach Aussagen der Studierenden – ziemlich bis sehr gut funktioniert. Mit – zeitlich wie technisch – relativ limitiertem Aufwand und einer sehr selbständigen Arbeitsweise gestalteten sie ausgezeichnete Trickfilm-Videos. Nicht nur waren die Geschichten sehr unterschiedlich, sondern auch die Ansätze und Perspektiven differierten stark von Gruppe zu Gruppe. An den Videos lassen sich die Interessen und Medienbilder der Teilnehmer (sogar mit Filmzitaten) festmachen und wiedererkennen. Auch sprachlich und phonologisch sind die Videos wertvoll.

Aber lassen wir die Ergebnisse für sich sprechen:

Fazit

Wir hatten das Projekt als Versuch betrachtet und sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Die Videos haben Fähigkeiten der Studierende gezeigt (künstlerisches Talent, Kreativität), die im Unterricht nicht immer zur Geltung kommen (können). Wir sprechen uns dafür aus, das Projekt einmal pro Jahr zu wiederholen (seminarbegleitend oder in der Projektwoche). Ein derartiges Projekt könnte auch mit anderen Inhalten und anderen Sprachen problemlos durchgeführt werden.

Konzeption und DurchführungDr. Carmen García del Carrizo, Carmen Villalón.

Künstlerische und technische Leitung: Claudia Schmitz (http://www.cces-claudiaschmitz.de)

Fotos: Carmen Villalón und Dr. Carmen García del Carrizo

Bericht: Dr. Carmen García del Carrizo

Kommentare zu “Animationsvideo in Kompetenzerweiterung Spanisch F1: Erstsemester im Einsatz

  1. Vielen Dank den Studierenden sowie Carmen Villalón und Dr. Carmen García del Carrizo.
    Es hat mir großen Spaß gemacht mit Ihnen allen. Die Möglichkeit, interdisziplinär zu Arbeiten, wurde aus meiner Sicht mit Begeisterung aufgenommen. Die Auseinandersetzung mit Vergangenheit, sowohl in der Sprachanwendung als auch in der filmischen Erzählung, fand auf unterschiedlichste Weise statt. Die Ergebnisse sprechen für sich.
    Ihnen viel Vergnügen beim Studieren!

    Ich freue mich auf weitere Projekte!

    Beste Grüße
    Claudia Schmitz

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