Idealkonzept: Stadtteilzentrum + Bibliothek für den Stadtteil Humbold-Gremberg

Interdisziplinäres Projekt der Studiengänge Architektur und Bibliothekswissenschaft

Die Aufgabe:grafik p2-woche
„Der kleine, dreieckige städtische Platz an der Kirche St. Engelbert wird von der Odenwaldstraße und der Gremberger Straße gefasst. Er ist ca. 4500 m² groß und wird von der Taunusstrasse gequert. Die Ordnung des Platzes ist diffus und wird von ungenutzten Grünflächen und Parkplätzen geprägt.
Entwickeln Sie ein Idealkonzept für ein kleines Stadtteilzentrum mit Bibliothek-/Mediathek für den Stadtteil Humbold – Gremberg auf diesem Platz. Durch das neue Stadtteilzentrum können Sie den Platzraum gliedern/hierarchisieren/ordnen. Sie erarbeiten in Ihrer Projektgruppe ein Poster, DIN A0 Hochformat und präsentieren Ihre Arbeit am Freitagvormittag in Form einer Pecha-Kucha-Präsentation.“

Das Ziel:
„Die Kooperation der Disziplinen führt zu Synergien, die die inhaltliche Qualität
des Entwurfes steigern. Sie diskutieren mit einer anderen Disziplin, bringen Ihr
Fachwissen ein und reagieren auf die Argumentation Ihrer Partner/innen.“

Die Leitidee:
„Lassen Sie Ihren Ideen freien Lauf, wir sind gespannt und neugierig auf ihre Vorstellungen und Ideen!“

15 Projektgruppen ließen eine Woche lang ihren Ideen freien Lauf und behielten dabei die Abschlusspräsentation im Blick. Jede Gruppe bestand aus ca. sieben Studierenden der Architektur und fünf Studierenden der Bibliothekswissenschaft. Die Studierenden erlebten, wie sehr sich die Herangehensweise der jeweils anderen Fachrichtung von der eigenen unterscheidet, aber auch, wie gut sich beide ergänzen, wenn erst einmal eine gemeinsame Basis geschaffen ist.IMG_5384 Kopie

Im Team erfassten die Studierenden den Ort, die Sozialstruktur, die Anforderungen an das Stadtteilzentrum, die zu platzierenden Medien, die erforderlichen Räumlichkeiten und vieles mehr. Die Architekten lernten dabei u.a. die Formel für den Medienbestand einer Bibliothek kennen und nutzen die Gemeinwesenanalyse der BIW-Studierenden, die Bibliothekar/innen befassten sich erstmals mit Schwarzplänen, Kubaturen und anderen Fachinhalten der Architektur.

Schon vor der Projektwoche hatten sich beide Studiengänge auf ihre Aufgabe vorbereitet. Während die Architekten sich u.a. beim Regalbau mit den Gegebenheiten einer Bibliothek auseinandersetzen, befassten sich die Bibliothekare mit Kölns Bibliothekslandschaft, von den Bibliotheksbauten vor 1890 bis zu den Bauten und Mini-Bibs der heutigen Stadtbücherei.

Die Zusammenarbeit bot den Studierenden die Möglichkeit, in einer idealtypischen Arbeitsgruppe eine Situation zu erleben, auf die sie auch in ihrer zukünftigen beruflichen Praxis wieder treffen können. Sie erlebten in der Praxis, wie wichtig die Kommunikation und Kooperation bei Neukonzeptionen von Bibliotheksbauten ist.IMG_5372 Kopie

Das Feedback:
Das Projekt wurde von der großen Mehrzahl der Studierenden als positiv und als Bereicherung ihres Studiums erlebt. Zugleich wurde deutlich, dass es noch Verbesserungspotential gibt, u. a. in der intensiveren und zielgerichteten Vorbereitung auf die Projektwoche. Viele Studierende gaben ausführliche Rückmeldungen, die für die Vorbereitungen der nächsten Projektwoche sehr hilfreich sind, z. B.

  • „Freier Arbeitsauftrag ergab viele verschiedene Ansätze. Gute Kommunikation, gutes Team :-)“
  • „Schwierige Zusammenarbeit, vor allem wegen der verschiedenen Arbeitsweisen.“
  • „Das Beratungsgespräch mit den Dozenten in der Mitte der Projektzeit fand ich gut, da es nochmal auf höherer Kompetenzebene zwischen den Disziplinen vermitteln konnte. So wird auch deutlich, wie die Zielvorstellung für die ProfiL²-Woche der einzelnen Dozenten sich unterschied.“

Fazit: Eine intensive Woche, in der das Teamwork zwischen den Diziplinen im Vordergrund stand, die auch durch die Ergebnisse in der Abschlusspräsentation überzeugte und die Ansätze zur Verbesserung bietet.