ProfiL²-Woche: Interdisziplinäre Projektarbeit für „Maschinenbau“- sowie „Erneuerbare Energien“-Studierende

In der Fakultät 09 nahmen 46 Studierende an der ersten interdisziplinären Projektwoche teil und haben in Gruppen unterschiedliche Aufgabenstellungen zu dem Oberthema „Stadtteilentwicklung Deutz – Soziale Innovation“ bearbeitet. Prof. Dr. Hans-Willi Langenbahn, Dekan der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme fasst zusammen: „Die Teamarbeit und die interdisziplinäre Kommunikation, das Zusammenfinden, nicht das fachliche Ergebnis standen im Fokus der interdisziplinären Projektwoche. Wichtig waren auch das Finden der Rolle des einzelnen Teammitglieds und die Reflexion der Gruppenprozesse. Die Zusammenarbeit der Studierenden ganz unterschiedlicher Disziplinen hat in manchen Teams sehr gut funktioniert, sie konnten voneinander, ihren unterschiedlichen Hintergründen profitieren und fachfremde Positionen kennenlernen. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten in einigen Gruppen, sich auf das jeweilige teils fachfremde Thema einzulassen, zogen viele hinterher ein positives Fazit der Woche.“

Die Projektgruppen sind bei der Teamarbeit unterschiedlich vorgegangen: Einige haben sich mit fachlichen Fragen und Fragen zu Arbeitstechniken und Gruppenprozessen an die Betreuenden gewendet, andere wollten allein ohne Coaching arbeiten. Die Studierenden haben ihren Projektraum je nach Arbeitsweise individuell gestaltet, so dass einige in einem Stuhlkreis, einige in der frontalen Platzierung und wieder andere in einer kreativ-chaotischen Anordnung gearbeitet haben. Das war auch für die betreuenden Lehrenden spannend zu sehen. Die Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter wollten bei Fragen oder Problemen keine vorgefertigten Lösungen in die studentischen Teams hineingeben, sondern haben bspw. die Frage nach Kriterien aufgeworfen und Anregungen zur Lösung gegeben, um die Studierenden zu befähigen, eigenverantwortlich und gemeinsam Lösungen zu finden.

„Die Studierenden konnten für ihre spätere Berufstätigkeit viele wesentliche Kompetenzen erwerben, bspw. fachfremde Sichtweisen zu integrieren, mit fremdsprachigen Projektpartnern zu arbeiten, Eigenständigkeit und Selbstverantwortung. Fachlich waren einige interessante Ansätze dabei, die man in Folgeprojekten weiterführen könnte. Die Durchführung der Projektwoche von vier Fakultäten gemeinsam war ein Pilotprojekt, das im Wintersemester erneut aufgelegt wird. Die Organisation war natürlich in manchen Aspekten eine Herausforderung“, so Dekan Prof. Dr. Langenbahn.

Die beteiligten Lehrenden konnten zu Beginn der Projektwoche durchaus auch Reibung zwischen den Studierenden der vier Fakultäten ob ihrer unterschiedlichen fachlichen Hintergründe feststellen. Im Laufe der Zusammenarbeit konnten die Studierenden die unterschiedlichen disziplinären Sichtweisen jedoch nicht nur erfahren, sondern auch ein Verständnis für sie entwickeln und sie zielführend in die gemeinsame Projektarbeit integrieren. Nicht nur die Studierenden, auch die Lehrenden haben bei der Organisation und Durchführung der interdisziplinären Projektwoche neue Erfahrungen gesammelt, die in die Gestaltung der nächsten ProfiL²-Woche im November 2014 einfließen, so ein Fazit der intensiven Arbeit dieses Moduls.