ProfiL²-Woche + Strategisches Controlling = Target Costing mit der Ford-Werke GmbH

Das Modul Strategisches Controlling nahm in der ProfiL²-Woche wieder an Fahrt auf. Die Fallstudie zum Thema “Target Costing for a new vehicle”, gemeinsam durchgeführt mit der Ford-Werke GmbH, verlangte den Studierenden Einiges ab.

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Bild: Rainer Löwe / TH Köln

Herr Bernd Rose, Finanzvorstand und Direktor Finanzen und Geschäftsplanung der europäischen Ford Service Customer Division, begrüßte die Studierenden zur Projektwoche. Nach den Ausführungen von Herr Rose steht die Automobilindustrie an einem Wendepunkt. Da sich das Kundenverhalten stetig ändere, müsse sich auch die Automobilindustrie anpassen; heute sei nicht mehr nur der Verkauf von Fahrzeugen gefragt, sondern auch das Angebot von Mobilität, so Rose. Um auf dem Markt langfristig bestehen zu können, muss man Trends setzen und nicht Trends hinterherlaufen.

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Bild: Juliane Mathis / TH Köln

Diese Trends zu erkennen, ist nur eine der Aufgaben der Fallstudie zum Thema „Target Costing for a new vehicle“. In Gruppen von vier bis sechs Personen, müssen die Studierenden jedoch zunächst die komplexe Aufgabenstellung innerhalb von kürzester Zeit verstehen, unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten ausprobieren und das Ergebnis in einer Präsentation zusammenfassen. Die Präsentation sollte einerseits den inhaltlichen Kriterien und andererseits formalen Ansprüchen genügen. Stelle ich meine Lösungsmöglichkeit so dar, dass sie in der Praxis bestehen könnte? Die Ergebnisse sollten den kritischen Augen der Jury aus Ford-Mitarbeitern und Vertretern der TH Köln standhalten.

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Bild: Juliane Mathis / TH Köln

Die Studierenden lernen nicht nur effektiv in einer Gruppe zusammenzuarbeiten, sondern auch ihr Wissen aus dem Modul „Strategisches Controlling“ anhand eines Praxisbeispiels anzuwenden. In der Fallstudie stellt sich die Frage, welche Strategie im Wettbewerb auf dem europäischen Markt die beste ist. Nach der Top Down-Analyse, in der Preise und Ausstattungsvarianten durch Wettbewerbsvergleich erarbeitet werden und der anschließenden Bottom Up- Analyse, bei der die entsprechenden Selbstkosten ermittelt werden, sind die Preisstrategien auf die Erreichung des Gewinnziels auszurichten. Welches der Ford Fiesta-Modelle, Ambiente oder Titanum, hat höhere Chancen, einen Gewinn zu erzielen? Dass Studierende in der Projektwoche gelernt haben, mit Zahlen zu jonglieren und marktanalytisch und strategisch zu denken, braucht fast nicht erwähnt zu werden. Darüber hinaus haben die Studierenden aber auch gelernt, unter Zeitdruck in einem Team zusammenzuarbeiten und eine Rollenaufteilung nach den Stärken der einzelnen Teammitglieder vorzunehmen. Insbesondere dieses

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Bild: Juliane Mathis / TH Köln

Wissen, im Team ein Ziel zu erreichen, wenn man an einem Strang zieht, ist für den späteren Berufseinstieg von großem Vorteil.

Die in den Augen der Jury besten drei Gruppen sowie weitere Studierende aus anderen Gruppen, die positiv aufgefallen sind, hatten außerdem die Möglichkeit zum Abschluss der Woche an einer Ford-Werksbesichtigung teilzunehmen.

Während im Hintergrund die Roboterarme in die Rohkarosserie griffen und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen am Fließband die Armaturen einbauten, hatten die Studierenden die Gelegenheit, mehr über die Produktionsweise, die dem Just in Sequence-Prinzip folgt, zu erfahren und Herr Rhaouat, Manager Finance, Accounting & Taxes der Ford-Werke GmbH noch einmal mit Fragen zu löchern.

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Bild: Judith Friesenhahn / TH Köln

Wir danken den Mitarbeiterinnen und den Mitarbeitern der Ford-Werke GmbH herzlich für ihren Einsatz und ihr Engagement.