PROJEKTWOCHE WS 2016/17 – Interdisziplinäres Projekt „Entrepreneurial Management und Market Intelligence“ – Wir packen zusammen an!

Von Julia Grefkes und Betty Braun (F03 – 5. Semester Angewandte Informationswissenschaft)

Das Semester hatte begonnen, ein paar Wochen Vorlesungen waren verstrichen, da startete am 21.11.2016 auch schon unsere diesjährige ProfiL²-Woche. Ganz konkret ging es hierbei um ein interdisziplinäres Projekt von F04-Studierenden der Betriebswirtschaftslehre (BWL) und F03-Studierenden der Angewandten Informationswissenschaft (AIW) zum Thema „Entrepreneurial Management und Market Intelligence“.

Für uns Studierende im 5. Semester und auch für unsere Dozenten war das eine ganz neue Aufgabe, der wir alle mit Spannung und auch ein bisschen Ungewissheit entgegensahen. Das Ziel der Woche war es, eine von den BWL-Studierenden bereits vorbereitete Idee für ein Geschäftsmodell gemeinsam weiter auszuarbeiten und so realistisch wie möglich für den Markt zu gestalten.

Der Montag begann mit dem ersten Zusammentreffen der AIW- und BWL-Studierenden. Die Professorinnen Frau Seidler-de Alwis und Frau Blöcher präsentierten zuerst den organisatorischen Verlauf der Woche. Die AIW-Studierenden erhielten dann eine kurze Einführung in die Erstellung von Geschäftsmodellen, die BWLer Input zum Thema Datenbanken. Wenn man sich danach im Raum umschaute und in die fragenden Gesichter blickte, wurde deutlich: da kommt eine ganze Menge auf uns zu!

Die BWL-Studierenden präsentierten schließlich ihre Geschäftsmodelle und die AIWler hatten dann die Qual der Wahl. Die Teams hatten sich dennoch überraschend schnell gefunden. Ein erstes Kennenlernen fand statt und wir versuchten gegenseitig zu verstehen, wie die Studierenden der anderen Fakultät denken.

Der Dienstag begann mit einer Einführung in die Markt-und Wettbewerbsanalyse, bevor dann das Recherchieren im Team losgehen konnte.

Nach der Aufteilung auf die Räume näherten sich die Gruppenmitglieder langsam aber sicher an und versuchten, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln, damit das Bestmögliche aus dieser arbeitsintensiven Woche herausgeholt werden konnte. In allen Gruppen fanden erst einmal Lagebesprechungen statt: Wo stehen wir? Was müssen wir noch machen? Hier wurde schnell klar – die einen haben etwas mehr Arbeit vor sich, die anderen etwas weniger. Es kam natürlich auch auf die verschiedenen Geschäftsmodelle und auf den unterschiedlichen Stand der Businesspläne an. Von Seiten der AIW-Studierenden hörte man immer wieder: „Wir brauchen zuverlässige Informationen und Quellenangaben“. Die BWLer sahen eher Umsatz und Absatzrechnungen im Vordergrund. Das Arbeiten im Team wurde hier also zu einer „Tandem-Gruppenarbeit“ und so konnten die BWLer und AIWler viel voneinander lernen.

Am Mittwoch gab es ein gemeinsames Zwischenfeedback und die Möglichkeit, Fragen und Unklarheiten mit den Professoren zu klären. Nach dieser Stunde ging es nochmal in zwei intensive Arbeitstage. Die letzten Recherchen und die Vorbereitungen für den Pitch am Freitag mit anschließender Q&A-Session liefen in allen Gruppen auf Hochtouren, und allen Gruppenmitgliedern sah man die Anstrengungen mittlerweile auch deutlich an.

Wir wurden neben unseren beiden Professorinnen Frau Seidler-de Alwis und Frau Blöcher auch insbesondere von den wissenschaftlichen Mitarbeitern Frau Beck und Herrn Gawlik unterstützt, welche immer ein offenes Ohr für Probleme und Fragestellungen hatten und in der heißesten Phase sogar mit Nervennahrung vorbeikamen. Die begeisterten Ausrufe der Studierenden kann sich hier vermutlich jeder vorstellen. Gestärkt ging es somit in den Endspurt.

Am Freitag war der große Tag. Es folgte eine gelungene Pitch–Präsentation nach der anderen und tapfer bewältigten alle Gruppen auch die gefürchtete Q&A-Session.

Das Ergebnis der Woche? Es war definitiv viel Arbeit – aber es hat sich gelohnt. Die einzelnen interdisziplinären Gruppen standen gemeinsam hinter ihrem Geschäftsmodell und konnten mit professionellen und mitreißenden Präsentationen überzeugen. Wir haben viel gelernt und auch in der abschließenden Feedbackrunde wurde deutlich, dass wir in der kurzen Zeit zu einer fakultätsübergreifenden Gemeinschaft geworden sind.

Interdisziplinäre Projekte? – Wir sagen: Gerne öfter!