Tutoren der F08 berichten – Teil VII

Zunächst einiges zu der Tutorenschulung, die für alle Neututoren verpflichtend an zwei Tagen stattfand. Diese Schulung habe ich als sehr hilfreich empfunden, da speziell auf Situationen, die während den Übungsstunden stattfinden könnten, eingegangen wurde. So habe ich gelernt, wie ich mit Konfliktsituationen umgehen kann und auch muss, wie ich den Übungsinhalt den Studierenden vermitteln kann und was mich als „gute Tutorin“ auszeichnen sollte. Am meisten geholfen hat mir jedoch der Kontakt zu den anderen Profil ²-Tutoren, da ich erfahren hab, dass ich mit manchen Ängsten nicht allein bin und auch bereits gesammelte Erfahrungen wurden ausgetauscht. Nachdem ich die Schulung besucht hatte, ging ich mit ein wenig mehr Selbstvertrauen und Zuversicht in die Übungen.
Nun zu den Übungen selber: Ich betreue zwei Übungen von und mit Herrn Freichel, die speziell die verschiedenen Aspekte der Distributionslogistik ins Auge fassen. Der Aufbau der Übungen ist noch in den Kinderschuhen und wird kontinuierlich weiter ausgebaut. Das Konzept sieht wie folgt aus: In der ersten Übungsstunde wird ein Überblick über den gesamten Aufbau und die verbundenen Lernziele geben. Dabei steht neben dem Ausbau der fachlichen Kompetenz und einem erweiterten Wissen vor allem die Kompetenz der schnellen Wissensaufnahme und Strukturierung im Vordergrund. Zudem werden noch Initialpräsentationen zu den inhaltlichen Schwerpunkten der Übung verteilt. Diese sollen von den Studierenden gründlich vorbereitet werden, damit sie in der Stunde, in der das Thema behandelt wird, in der Lage sind, eine Initialpräsentation von 10-13 Minuten zu halten. Nachdem der Ausblick und auch die Themenvergabe erläutert wurden, zeigt sich, was unter den Lernzielen zu verstehen ist. Vorbereitete Materialien zu einem festgesetzten Oberthema, die jedoch keinem Anspruch der Vollständigkeit unterliegen, werden den Studierenden zur Einsicht bereit gelegt. Sie sollen sich schnell innerhalb einer Kleingruppe absprechen, welches Unterthema sie aufbereiten wollen, eine kleine Gliederung erstellen und dann eine Kurzpräsentation von ungefähr 5-7 Minuten mit Inhalt füllen. Der Aufbau der nachfolgenden Stunden ist nun immer gleich. Die erste Hälfte der Übungsstunde wird für die Initialpräsentation, gefolgt von den jeweils in der vorigen Stunde vorbereiteten Stand-Up-Präsentationen und anschließender Diskussion genutzt. Danach ist das Thema abgeschlossen und in der zweiten Hälfte der Stunde wird das darauffolgende Thema vorbereitet, um es in der nächsten Stunde zu präsentieren.
Mein persönlicher Eindruck dieses Konzeptes ist durchweg positiv. Da kein Anspruch auf Vollständigkeit besteht, können die Studierenden sich mit dem Thema beschäftigen, welches sie am meisten interessiert und allein durch diese Motivation entstehen tolle Ergebnisse und teilweise auch ganz neue Blickwinkel auf die einzelnen Themengebiete. Die Motivation der Studierenden ist dabei auch zu loben, denn wenn erst einmal ein diskutierfähiger Aspekt eines Themas gefunden wurde, kommen die unterschiedlichsten Blickwinkel zum Vorschein. Natürlich mussten auch die Studierenden erst von diesem Konzept überzeugt und über eine längere Zeit hinweg immer neu motiviert werden, und genau hier kommen wir in meinen Aufgabenbereich. Ich helfe den Studierenden ihre Ideen zu sortieren und neue Ideen zu generieren und anschließend eine kurze Gliederung zu erstellen.
Mir macht die Arbeit als Tutorin Spaß und auch ich entdecke immer wieder neue Zusammenhänge und lerne dadurch das Feld der Distributionslogistik näher kennen.

Melanie Deppe (Projekttutorin des Moduls Grundlagen Logistik)